IMG_1436Die Behandlung mit Blutegeln ist ein traditionelles Heilverfahren in der modernen Humanmedizin. Früher ging man davon aus, dass die Wirksamkeit hauptsächlich durch den Blutentzug zustande kommt. Heute sind durch die Analyseverfahren der modernen Medizin die Wirkstoffe erforscht, die der Blutegel beim Saugen abgibt und diese bringen das entscheidende Therapieprinzip. Der Blutegel ist somit eine biologische Apotheke mit einer Reihe von Wirkstoffen, die bei einer Vielzahl von Erkrankungen mit Durchblutungsstörungen oder schmerzhaften Entzündungen in den Gelenken oder im Rückenbereich helfen.

 

Bei folgenden Erkrankungen ist eine Blutegeltherapie angezeigt:
  • akute und chronische Gelenkschmerzen

  • Krampfadern – Besenreiser – Unterschenkelgeschwüre

  • Sehnen- und Sehnenscheidenentzündungen

  • Bluthochdruck (unterstützende Behandlung)

  • Rheumatische Erkrankungen

  • Mittelohrentzündung – Tinnitus

  • Furunkel – Karbunkel – Abszesse

  • Wirbelsäulen- und Kreuzbeinsyndrom

  • Durchblutungsstörungen nach Haut- und Gewebetransplantation

 

Wie läuft eine Blutegeltherapie ab?

Eine Behandlung dauert meistens zwei Stunden. Der Egel wird an der entsprechenden Stelle angesetzt, saugt sich fest und sägt sich mit seinen Kalkzähnchen in die Haut. Bei diesem Vorgang empfindet man häufig ein sanftes sticheln oder brennen, das nach wenigen Minuten nachlässt. Ab diesem Zeitpunkt ist die Therapie schmerzfrei. Während des Saugens leitet der Blutegel seine Wirkstoffe ins Gewebe ein und fällt nach einer Zeit zwischen 15 und 90 Minuten von alleine ab. Die Bißstelle blutet acht bis zwölf Stunden nach und sollte mit saugfähigem Verbandsmaterial abgedeckt sein. Der große Vorteil dieser Therapie ist, dass der gewünschte Effekt oft unmittelbar nach der Behandlung eintritt und häufig monatelang anhält.

 

Bitte bringen Sie zur Behandlung den Aufklärungsbogen ausgefüllt und unterschrieben mit.
Den Aufklärungsbogen können Sie hier herunterladen:
Blutegel.pdf